Europaweit vereinheitlichte Produktionsnormen sind für mittelständische Zulieferer im Stahlbau aktuell eine besondereHerausforderung. So hat die Südstahl GmbH & Co. KG, Spezialist für Stahlverarbeitung und Lieferant für den Anlagen-, Maschinen-, Werkzeug-und Vorrichtungsbau, im Rahmen einer umfangreichen Kompetenz-Offensive den Nachweis einer funktionierenden werkseigenen Produktionskontrolle nach EN 1090-1 in der Ausführungsklasse EXC3nach EN 1090-2erworben. Sie qualifiziert den Mertinger Stahlspezialist ab sofort zur Herstellung von tragenden Bauteilen aus Stahl.

Die notifizierte Stelle DVS Zert GmbH bescheinigtder Südstahl GmbH & Co. KG mit dem Ausstellen desEG-Zertifikatsund dem Schweißzertifikat die Kompetenz zur Herstellung von statisch wie dynamisch belasteten Bauteilen. Bei der Herstellung vonTragwerkenaus Stahl sind umfangreiche Kriterien von der Herstellung, Prüfung und Kennzeichnung zu berücksichtigen die ein hohes Maß an Kompetenz und Sorgfalt erforderlich machen.

Mit dem Übergang von der allenvertrauten nationalen Ausführungsnorm DIN 18800-7 zur neuen europaweit geltenden EN 1090 ff ist ein technisches Regelwerk geschaffen worden, das in ganz Europa akzeptiert wird.Bis zum 01. April 2014 können die Regelwerke in Deutschland parallel Anwendung finden. Ein Mischungsverbot bei der Bemessung muss allerdings berücksichtigt werden.

Vielfältige Prüfkriterien

Die EN 1090-1 regelt den Nachweis der Konformität für tragende Bauteile mit Festlegungen zu Leistungsmerkmalen und zur CE-Kennzeichnung des Produktes.Sie legt technische Regeln für die Ausführung von Stahltragwerken in Abhängigkeit der Ausführungsklasse fest. Die werkseigene Produktionskontrolle mit Anforderungen an Personal, Prozess und Einrichtung stellt im gesamten Wertschöpfungsprozess vom Materialeinkaufüber dieProduktionbis zur Montage das zentrale Steuerungsinstrument dar. Die werkseigeneProduktionskontrolle(WPK) soll sicherstellen, dass die hergestellten Produkte den Anforderungen entsprechen.

Offensive der Qualitätssicherung

Der erfolgreiche Erwerb der EN 1090-1 in der Ausführungsklasse EXC3 nach EN 1090-2 ist Teil eines längerfristigen Programms, mit dem das Unternehmen seine Kompetenz und Qualitätssicherung stetig ausbaut. Im Rahmen dieser Kampagne hat Südstahl bereits die Schweißzulassung zum Schweißen von Schienenfahrzeugen und -fahrzeugteilen (DIN EN15085) mit der Zertifizierungsstufe CL1bei der GSI SLV München erworben und die Qualifizierung seines ZfP-Personals nach DIN EN ISO 9712 in Stufe 2 für drei Verfahren fortgeführt.

„Als mittelständischer Zuliefererbetrieb wissen wir, wie wichtig es ist, bezüglich der gesetzlichen Anforderungen immer auf dem neuesten Stand zu sein und unseren Kunden eine Produktion nach höchsten Qualitätsansprüchen zu gewährleisten”, sagt Werner Käuferle, Geschäftsführer der Südstahl GmbH & Co. KG. „Wir sind stolz, dank der neuen Zertifizierung auch europaweit die Qualität unserer Produkte nachzuweisen und so neue Märkte erschließen zu können.”
 

Zur vollständigen Pressemitteilung: